Kirchtuerme

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hans heumann sol de sully Thomas
Bogenberger
der tod monty python black out revuekabarett ca 1980


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11. Friedberger Burgfest 21.6.1986 14. Friedberger Burgfest 8.7.1989 BLACK OUT THEATERPRODUKTIONS", München - mit dem post-erotischen Rockmusical: "Zwilling, nicht uncool, sucht anemanzipierte Waage" Die für ihr bissiges Musikkabarett bekannte Blackout-Truppe hat sich für diese Production ihres Texters Sol de Sully noch um einige namhafte Rockmusiker verstärkt. Das "post-erotische" Rockmusical beginnt als vordergründig stinknormale Liebesgeschichte im Beziehungsdschungel des Jahres 1986 mit einer Kontaktanzeige in einem Szeneblatt... Als eine Art Singspiel mit musicalhaften Elementen nehmen die Songs und die visuelle Darstellung den größten Raum ein. Vom Musikstil bedient sich die Band aller Quellen: Vom Punk, Rock, Reggae bis hin zu jazzigen Passagen. Ca. 20 Songs, Tanzpassagen, Szenen und pantomimische Darstellungen bilden den Rahmen. Quelle: Pressemitteilung, 11. Friedberger Burgfest Witzig und unverbraucht zeigt sich das BLACKOUT REVUEKABARETT aus München auch im zehnten Jahr seines Bestehens in Höchstform. Mit der gewohnten Bissigkeit präsentiert sich BLACKOUT mit dem aktuellen Programm: "DIE UNSÄGLICHE SEICHTIGKEIT DES SCHEINS", ein musikalisch-sketchgespicktes Zeitgeistmagazin. Die sechs Blackouts be(zeit)geistern sich an all den narzistisch-stromlinienförmigen Typen, die über Sein und Design, Sinn(flut) und Unsinn(lichkeit) so unbeschreiblich locker-cool-relaxed plaudern. Auch den Quert(zeit-)geist der Esoterik-Infizierten nehmen sie mit auf ihre satirisch - karilierende Zeitgeistreise. Stationen dieses Zeitgeistmagazins umfassen sowohl den faschistoiden Disco-Einlaß-Zerberus als auch den Computersittenstrolch, den Partybussi-Psychopaten und den Video-debilen Digitalosohn und die benetton - süchtige Yuppie-Tochter. Auf einem Perestroika-Sommerfest wird ein Renommier-Russe präsentiert, blattgoldgewürzte Wachtelbrüstchen serviert, während auf dem Jet-Set-Ball die Bedienung vom Duft der großen reichen Welt träumt. Die ballondicke US-Psychologin Nora Robwood und ihr zerstreuter Kollege Willie Wieckfried stellen ihre Werke "Wenn Frauen zuviel fressen" und "Wenn Männer alles leigen lassen" vor, ein Manger begibt sich in die Psychotherryuppie und auf dem Traumschiff "Esotera" werden die Aura-Anker gelichtet, wobei der Lotse Lao-tse liest. High-tech-lover finden zueinander und cool-gestylte Szene-Narzisse verpassen den Anschluß an die "Neue Leidenschaftlichkeit". Doch auch die Midlife-Greise der 68er-Spätlese geraten ins Zeitgeist-Dilemma und fragen sich: Trag ich die Ray Ban dazu oder lieber Birkenstock-Schuh? ...Prädikat: besonders wertvoll... Quelle: Pressemitteilung, 14. Friedberger Burgfest
Soldesully Sol de sully 1979 Gründung von BLACKOUT Revuekabarett Programme: (als Darsteller, Musiker, Autor, Regisseur) Wer nicht stören will, muß fühlen(1979) ..Und bewahre uns vor der Erlösung(1980) Im Thal der Wülste(1981) (Autor: Peter Jacobi) Stille Nacht, bis es kracht!(1982) Die Sarkastro-Show(1983) Machs nochmal, Noah !(1983) Im Land des Hechelns (1985) Blackouts Rache(1986) Herzglück (1987) - (Rockmusical mit 10 Mitwirkenden, erste Arbeit mit Bruno Hetzendorfer) Die Gelderdinger Pest (1988) Manns-Bilder (1988)- (erste Abnabelung von BLACKOUT) Die unsägliche Seichtigkeit des Scheins(1989) 1989 Offizielle Gründung des COLLAGE-THEATERS Der Geist ist billig und das Fleisch ist schwach (1989) (ein Programm über Jura Soyfer) Wackeln im Sturm (1990) (Letztes Programm von BLACKOUT, danach Auflösung) Du verstehst mich nicht! (1991) (COLLAGE) Das faule Ei des Columbus (1992) (COLLAGE) Angelika Beier Schauspielerin, Kabarettistin, Chansonette hat in diversen Kabarettgruppen mitgewirkt (Revuekabarett Blackout, Münchner Aschentonnenquartett, Bauer-Beier-Zauner) Thomas Bogenberger, Kabarett (z.B. mehrere Jahre Mitglied und Leibarzt des „Revuekabarett Blackout“ – von der Kritik in den 80ern oft als die „deutschen Monty Pythons“ gerühmt) Neben dem politischen Tageskabarett, dessen Texte nur in seltenen Fällen auch später noch Witz ausstrahlen, gibt es seit eh und je die „Szenerie des Alltags", die Comedie Humaine mit ihrem Personal schräger Vögel, krummer Hunde, lahmer Enten und verstörter Menschen. Einer, der sie seit bald dreißig Jahren aufgabelt, persifliert, besingt und verlacht, ist Walter Zauner. Zunächst viele Jahre im (meist siebenköpfigen) Revuekabarett „Blackout", dessen Hauptautor Zauner war, mit bösem, sarkastischem Grimm, ohne Scheu vor derbem Witz: „Wir erleben hier die Befreiung des Kabaretts aus der Klammer nationalen Wortgefechts - hin zum übernationalen Slapstick-Volkstheater", schrieb die Kritik: Ein Maulvoll Dario Fo (der ja immerhin den Nobelpreis dafür erhielt). „Blackout" verschlankte sich zum vierköpfigen „Aschentonnen-Quartett", Semmelsterben im Tal der Mythen BR Deutschland 1988, Kurz-Spielfilm Credits . Regie Jörn Hintzer; C. Moser . . Kamera Michael Radke . . Musik Oliver Ringleb . . . . Darsteller . . Revuekabarett Blackout . . Andreas Nickel Allein in Bayern existierten Anfang der 90er Jahre ca. 200 solche Auftrittsmöglichkeiten (Rothlauf 1994, S. 118ff). In den Kleinkunststätten spielten Solisten und Duos wie Lisa Fitz, die Missfits, Rosa K. Wirtz, Bruno Jonas, Thomas Freitag, Pachl und Rating, Urban Priol, Helga Sie- bert, Gabi Lodermeier und Jörg Maurer. Es gab Lesben-Kabaretts, Umwelt- Kabaretts, Anti-Atomkraft-Kabaretts oder auch Gruppen wie das Münchner Crüppel Cabaret, das deutsch-türkische Knobi-Bonbon oder das aus einem Gewerkschafts- kabarett hervorgegangene Revuekabarett Blackout, die sich mit spezifischen gesell- schaftlichen Thematiken auseinandersetzten. Außerdem existierten weiterhin "links- kritische", meist semi-professionelle Kabarettgruppen, die ein Gesinnungs- bzw. Oppositionspublikum anzogen. Die Kabarettisten bezogen sich als "Gleiche unter Gleichen" auf die Interessenslagen ihrer Zuschauer. Die Mitglieder des Vorläufigen Frankfurter Fronttheaters schrieben beispielsweise 1985: "Wir haben die Scene beobachtet und gesehen, wo sie ihren eigenen Maß- stäben nicht entsprochen hat". Ihre Themen waren folglich: "Müsli-Esser und Beziehungsgruppen-Fetischisten, häkelnde Väter und alleinerziehende Müt- ter, Berufs-Betroffene und Irgendwie-alles-echt-Scheiße-findende Anti- Analytiker" (Rothlauf 1994, S. 122ff). Die Sozialstruktur des Kabarettpublikums blieb ähnlich wie in den 70er Jahren. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät III (Geschichte, Gesellschaft und Geographie) der Universität Regensburg vorgelegt von Kerstin Pschibl aus Vohenstrauß April 1999